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dies & das (1/2017): Ellen DeGeneres, Anne Will, „One Day at a Time“ & mehr

Unter der Überschrift „dies & das“ veröffentliche ich ab heute unregelmäßig und unsortiert eine Sammlung von Neuigkeiten & Links zu Themen, die mich aktuell beschäftigen, sowie Fundstücke aus dem Netz. Viel Spaß beim Stöbern.

Herzlichen Glückwunsch, Ellen DeGeneres: Gut eine Woche vor ihrem 59. (!) Geburtstag war sie bei den People’s Choice Awards, die am Mittwoch in Los Angeles vergeben wurden, in gleich drei Kategorien erfolgreich. Insgesamt hat sie den Publikumspreis damit jetzt zwanzigmal gewonnen – so oft, wie noch nie jemand vor ihr.

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Anne Will hat sich am Mittwoch den Fragen von Jörg Thadeusz in dessen Sendung im rbb gestellt. Das interessante Gespräch, in dem es u.a. auch um die heftig kritisierte Entscheidung ging, eine vollverschleierte Muslima in ihre Talkshow einzuladen, gibt es zum „Nachgucken“ in der Mediathek:

Anne Will bei THADEUSZ | rbb

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Ich werde demnächst sicherlich noch etwas ausführlicher über die tolle neue Serie One Day at a Time schreiben. An dieser Stelle wollte ich aber zumindest schon einmal einen kurzen Hinweis auf die Sitcom geben, die seit Anfang Januar bei Netflix verfügbar ist, und einen lesenswert Artikel teilen, der einige der Gründe dafür anführt, warum nicht nur ich sehr begeistert von der Serie bin:

One Day at a Time Is a Sitcom That Doubles as a Civics Lesson | The Atlantic

Und hier noch der Trailer zur Serie:

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An morgigen Sonnabend findet der Women’s March on Washington statt, eine große Demonstration gegen den neuen US-Präsidenten und dessen Administration. Wer sich schon ein wenig mit dem Thema Intersektionalität beschäftigt hat, könnte diesen Artikel aus der New York Times dazu ganz interessant finden. Weil einige weiße Frauen sich nicht willkommen fühlen, ist es im Vorfeld zu einer Debatte über Rassismus und Privilegierung gekommen.

Women’s March on Washington Opens Contentious Dialogues About Race | The New York Times

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Und wem an diesem Wochenende eher nach Nostalgie als nach Weltpolitik ist, für den könnte dieser Beitrag etwas sein: Die Deutsche Welle hat in einem englischsprachigen Beitrag ihrer internationalen Leserschaft einige deutsche Kinderbuchklassiker vorgestellt.

10 German children’s books classics you can read in English

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Schönes Wochenende!

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Filmtipp: „La La Land“

Seit gestern läuft der Film „La La Land“ in den deutschen Kinos – ein wunderschöner Film, der zum Träumen einlädt, mit einer großartigen Emma Stone.

(Bild: Studiocanal)

Emma Stone und Ryan Gosling singen und tanzen sich durch Hollywood in „La La Land“ (Bild: Studiocanal)

Ich weiß nicht mehr, wann ich mich zum letzten Mal so schnell so sehr in einen Film verliebt habe wie in La La Land. Schon die schwungvolle Anfangssequenz hat mir ein unwillkürliches Lächeln ins Gesicht gezaubert, das während des gesamten Films fast durchgängig geblieben ist und auch jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, während im Hintergrund der Soundtrack zum Film läuft, wieder da ist.

Dabei war ich zunächst skeptisch. Das ist eine häufige Reaktion meinerseits, wenn ein Film sehr „gehypt“ wird. Auch schien mir die Prämisse des Films ein wenig zu kitschig und klischeehaft. Zwei junge, natürlich hübsche Menschen, eine Frau und ein Mann, die in Los Angeles versuchen, sich ihren jeweiligen Traum zu erfüllen, sich dabei kennenlernen und ineinander verlieben. Klingt nach einem dieser Hetero-Schmachtfetzen, auf die ich normalerweise nicht so stehe. Es kommt hinzu, dass ich kein großer Fan von Ryan Gosling bin. Was mich dennoch in den Film lockte war vor allem Emma Stone, die ich sehr mag und die in La La Land einfach großartig ist. Ich habe ihr den Golden Globe für diese Rolle gewünscht und mich entsprechend gefreut, dass sie ihn gewonnen hat. Jetzt drücke ich fest die Daumen für den Oscar.

Dass ich mich auch in den Film insgesamt verliebt habe, hat viele Gründe. Ein großer Aspekt ist die mitreißende Musik, die ich noch Tage später vor mich hingesummt habe. Auch visuell hat der Film mich sehr angesprochen, unter anderem das stellenweise Traumartige, das zum Thema von La La Land passt. Denn es geht um Träume und die Menschen, die darum kämpfen, ihre Träume Wirklichkeit werden zu lassen, auch wenn andere sie deswegen für verrückt halten. Wie Emma Stone in einer der für mich schönsten und stärksten Szenen singt: „Here’s to the ones who dream, foolish as they may seem.“

Und schließlich ist auch die Geschichte nicht so kitschig, wie ich befürchtet hatte. Tatsächlich spielt der Film diesbezüglich immer wieder mit den Erwartungen des Publikums und überrascht ein ums andere Mal, indem eine Szene gerade nicht so verläuft, wie man es aus typischen Liebesschnulzen oder Hollywood-Musicalfilmen der 1950er Jahre, an die der Film sich erkennbar anlehnt, kennt. Ein schönes Beispiel ist hier eine der ersten Begegnungen der Hauptfiguren Mia (Emma Stone) und Sebastian (Ryan Gosling) in einem Lokal, in dem Jazzpianist Sebastian Weihnachtslieder spielen muss, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, und in das es Mia zufällig verschlägt, nachdem auch sie einen eher frustrierenden Abend als angehende Hollywood-Schauspielerin verbracht hat. Den Clue der Szene verrate ich hier nicht, aber sie setzt den Ton für den weiteren Verlauf der Geschichte. So gestaltet sich auch Mias und Sebastians erstes Duett etwas anders, als man es angesichts der höchstromantischen Kulisse in den Hollywood Hills erwarten könnte, was es aber nicht weniger schön macht.

In La La Land wird gesungen, getanzt, geliebt, gestritten. Es gibt Erfolge und Misserfolge, Träume scheinen unerreichbar und gleichzeitig irgendwie doch so greifbar nah. Mich hat der Film beschwingt, aber auch etwas melancholisch gemacht und ich fand ihn insgesamt wunderschön. Ein gelungener Auftakt ins Filmjahr 2017.

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Frohes neues Serienjahr 2017

Auch 2017 Jahr wird es wieder jede Menge neues Serienfutter geben, seien es neue Folgen wiederkehrender Serien, seien es ganz neue Serien. Ich habe mal aufgeschrieben, auf welche ich mich in diesem Jahr freue bzw. auf welche ich gespannt bin.

Version 2

Das neue Jahr ist schon ein paar Tage alt, dennoch möchte ich euch, liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs, an dieser Stelle noch alles Gute für 2017 wünschen. Möge das Jahr im Wesentlichen so verlaufen, wie ihr es euch vorstellt, aber vielleicht auch die ein oder andere, hoffentlich positive, Überraschung bereithalten.

Im vergangenen Jahr hatte ich ein bisschen mehr freie Zeit als sonst und habe sie unter anderem damit verbracht, sehr, sehr, sehr viele Serien zu sehen. Über die meisten davon habe ich schon geschrieben, sei es in diesem Blog oder aber in den sozialen Netzwerken, u.a. auf Tumblr. Im neuen Jahr werde ich meinen Serienkonsum ein wenig einschränken müssen. Aber für einige Highlights muss und wird Zeit bleiben.

Mein Serienjahr 2017 startet u.a. mit neuen Folgen von Call the Midwife, auf die ich schon seit letztem März, also seit dem Ende von Staffel 5, ungeduldig warte. Zwar war ich vom letzten Weihnachtsspecial ein wenig enttäuscht, das war allerdings eine Enttäuschung auf sehr hohem Niveau. Die Geschichte, die überwiegend in einer Klinik in Südafrika während der Apartheid spielte, war wie immer toll geschrieben und gespielt. Mir fehlte jedoch die Anbindung an die vertraute Umgebung in Poplar und das Nonnatus House und ich fand es schade, dass einige meiner Favoritinnen wie z.B. Patsy & Delia kaum zu sehen waren. Insofern hoffe ich, dass die beiden, ebenso wie Sister Monica Joan, in den ersten Folgen der neuen Staffel umso präsenter sein werden.

Von Doctor Who und Sense 8 gab es ebenfalls jeweils Weihnachtsspecials, die beide in mir eine gewissen Vorfreue auf die neuen Folgen geweckt haben, auch gerade, weil es von beiden Serien 2016 keine neue Staffel gab. Insbesondere von Sense 8 war ich wieder sehr begeistert. Hier startet die zweite Staffel im Mai, während Staffel 10 von Doctor Who schon ab April ausgestrahlt werden soll.

Jeweils eine zweite Staffel gibt es 2017 auch von zwei Serien, die mich 2016 unter anderem deshalb überrascht haben, weil ich sie tatsächlich an einem bzw. zwei aufeinanderfolgenden Tagen „gebinged“ habe, was für mich, obwohl ausgesprochener Seriennerd, dennoch ungewöhnlich ist: One Mississippi und Stranger Things. Wie bei allen neueren Serien wird es hier interessant sein zu sehen, inwieweit das Niveau von Staffel 1 gehalten werden kann.

Sehr gespannt bin ich zudem schon auf die neue, inzwischen fünfte Staffel von Orange Is the New Black, zumal Staffel 4 erneut mit einem sehr dramatischen Cliffhanger endete. Eine meine Lieblingsfiguren wird zwar nicht mehr dabei sein, aber zum Glück gibt es in der Serie noch viele weitere interessante Figuren. Die neuen Folgen von OITNB sollen, wie schon in den vergangenen Jahren, im Juni bei Netflix veröffentlicht werden.

Auch von Orphan Black mit der brillianten Tatiana Maslany wird es 2017 neue Folgen geben. Staffel 5 wird allerdings leider die letzten Staffel sein. Damit hat das OB-Team aber die Gelegenheit, die Serie zu Ende zu bringen, wie sie es sich vorstellen. Gleiches gilt für Club der roten Bänder. Hier wird die dritte Staffel, die für 2017 geplant ist, ebenfalls gleichzeitig die letzte sein. Bei CdrB hatte ich mich schon nach Staffel 1 gefragt, wie es wohl gelingt, die Geschichte weiterzuerzählen. Staffel 2 war aber erneut sehr großartig, insofern bin ich zuversichtlich, dass auch Staffel 3 mich und alle anderen Zuschauerinnen und Zuschauer auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnehmen wird. CdrB ist für mich aktuell die beste deutsche Serie.

Eine Serie, die bereits im vergangenen Jahr endete, war The Good Wife. In meinem Blogbeitrag zum Serienfinale schrieb ich, dass ich mich über ein Spin-Off mit Lucca Quinn freuen würde, da mir die Figur in der kurzen Zeit, in der sie in der Serie war, sehr ans Herz gewachsen war. Tatsächlich wird es ein solches Spin-Off geben, in dem neben Cush Jumbo als Lucca auch Christine Baranski als Diane Lockhart dabei sein wird. In den USA startet The Good Fight, so der Name des Serienablegers, im Februar bei CBS All Access, einem digitalen PayTV-Angebot des Networks CBS. Bleibt zu hoffen, dass er auch bei uns verfügbar sein wird.

Und dann sind da natürlich noch die Serien, bei denen die aktuelle Staffel noch läuft, deren Ausstrahlung nur für einige Zeit unterbrochen wurde, vor allem wegen der Feiertage. So freue ich mich im Januar auf neue Folgen von Suits, Lucifer, Supergirl und Legends of Tomorrow. Bei Supergirl und Legends of Tomorrow steht zudem schon jetzt fest, dass beide Serien um eine weitere Staffel verlängert werden. Ich bin selbst ein wenig erstaunt, dass es mir diese beiden Serien so angetan haben, zumal ich die Comics, auf denen sie jeweils basieren, nicht kenne. Meine Begeisterung hat wohl vor allem mit den interessanten Frauenfiguren in beiden Serien zu tun. Supergirl hat bei mir zudem mit der toll und sehr einfühlsam erzählten Coming-out-Geschichte von Alex Danvers, einer der Hauptfiguren, gepunktet.

Das sind die Serien, von denen ich jetzt bereits weiß. Daneben wird es, vor allem dank Amazon Prime und Netflix, auch wieder viele neue Serien geben, bei denen die Herausforderung sein wird zu entscheiden, welchen davon ich eine Chance gebe bzw., insbesondere aus zeitlichen Gründen, überhaupt geben kann. Aber ich will mich nicht beschweren, im Gegenteil. Gerade für Seriennerds wie mich ist das aktuell eine großartige Zeit. Die Qual der Wahl kann manchmal auch sehr schön sein.

Auf welche Serien freut ihr euch in diesem Jahr? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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Auch in diesem Jahr habe ich wieder einen virtuellen Adventskalender zusammengestellt. Zu finden ist er in meinem Blog Rosalie & Co.:

The Rosalie & Co. Advent Calendar 2016

Viel Spaß beim Türchenöffnen!

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#ComingOutDay: Ellen Morgans Coming-out in der Fernsehserie „Ellen“ (Video)

Aus Anlass des internationalen Coming-out-Tags, der jedes Jahr am 11. Oktober begangen wird, habe ich mir heute Morgen Gedanken über Coming-out-Szenen in Fernsehserien gemacht und welche für mich persönlich eigentlich die wichtigste war. Die Antwort war sehr schnell klar: Ellen Morgans Coming-out in der Fernsehserie Ellen.

In der Folge The Puppy Episode aus dem Jahr 1997 verliebt sich Ellen Morgan, gespielt von Ellen DeGeneres, in Susan (Laura Dern). Nachdem sie sich selbst und auch Susan gegenüber zunächst vehement abstreitet, lesbisch zu sein, gesteht sie es sich im Gespräch mit ihrer Therapeutin (Oprah Winfrey) schließlich doch ein. Als sie sich auch vor Susan outet, geschieht Ellen ein kleines Missgeschick:

Das Coming-out von Ellen Morgan war bahnbrechend. Nie zuvor hatte sich die Hauptfigur einer amerikanischen Sitcom als homosexuell geoutet. Vielen lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen in den USA gab die Puppy Episode, die zu einer der meistgesehenen Sendungen in der Geschichte des amerikanischen Fernsehens wurde, nicht nur einen Anlass, sondern auch den Mut, sich ebenfalls bei ihren Familien und Freunden zu outen. Für mich persönlich war Ellens Coming-out der Anstoß, mich mit meinen eigenen Gefühlen für Frauen auseinanderzusetzen, was schließlich einige Monate später zu meinem eigenen Coming-out führte.

Darstellerin Ellen DeGeneres wurde der Entschluss, nicht nur ihre Figur, sondern auch sich selbst in diesem Zusammenhang als lesbisch zu outen, jedoch fast zum Verhängnis: Nachdem Ellen nach nur einer weiteren Staffel abgesetzt wurde, hatte sie einige Jahre lang Schwierigkeiten, in Hollywood wieder Fuß zu fassen. Zum Glück ist es ihr gelungen. Ellen ist heute eine der beliebtesten Fernsehpersönlichkeiten der USA – und dabei out and proud.

Gibt es Coming-out-Szenen, die für euch eine ähnliche Bedeutung haben? Oder die ihr aus anderen Gründen besonders toll findet? Dann teilt sie gern in den Kommentaren.

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Die 100 großartigsten Fernsehsendungen aller Zeiten. Oder auch nicht.

Die Zeitschrift „Rolling Stone“ wollte eine Liste mit den 100 großartigsten Fernsehsendungen aller Zeiten erstellen und befragte dafür eine Gruppe von Leuten, die sich damit – vermeintlich – auskennen. Das Ergebnis lässt allerdings so einige Fragen offen. Was genau ist es eigentlich, das eine Sendung großartig macht? Und gibt es gutes Fernsehen tatsächlich nur in den USA?

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Vor einigen Tagen hat die Zeitschrift Rolling Stone eine Liste der „100 Greatest TV Shows of All Time“ veröffentlicht, also der 100 großartigsten Fernsehsendungen aller Zeiten. Nun lässt sich über diese Art von Listen ja immer vortrefflich streiten, insbesondere wenn nicht klar ist, wonach sich überhaupt beurteilt, was eine Sendung großartig macht. Ich zum Beispiel kann mit der Serie Breaking Bad nichts anfangen und habe Mitte der ersten Staffel entnervt aufgegeben. Mir ist jedoch bewusst, dass viele Leute sehr begeistert von dieser Serie sind, sonst hätte sie wohl auch nicht so viele Preise eingeheimst und wäre nicht auf Platz 3 der Rolling Stone-Liste gelandet. Laut Rolling Stone wurden für die Liste Expertinnen und Experten nach ihrer Meinung gefragt: „actors, writers, producers, critics, showrunners“. Nach welchen Kriterien die Befragten ihr Votum abgegeben haben, schreibt Rolling Stone allerdings leider nicht und auch nicht, wie vielfältig die Gruppe der Befragten besetzt war.

Was sich jedoch vermuten lässt: Dass der überwiegende Teil der Gruppe aus US-Amerikanerinnen und -Amerikanern bestand. Anders kann ich mir kaum erklären, wie amerikanisch die Liste ist. Die aufgeführten Serien sind entweder in den USA produziert worden oder aber zumindest englischsprachig und deshalb in den USA bekannt. Fremdsprachige Serien sind Fehlanzeige. Dabei können auch andere Länder gute Serien produzieren, wie sich gerade in den letzten Jahren am Erfolg der sogenannten Nordic Noir-Serien aus Skandinavien zeigt. Beispielsweise hat mich selten eine Serie so begeistert wie die dänische Produktion Borgen, die meiner Ansicht nach auf einer Liste der großartigsten Serien aller Zeiten definitv einen Platz verdient gehabt hätte, ebenso übrigens wie die deutsche Serie Berlin Berlin, die an Originalität und Kreativität deutlich mehr zu bieten hatte als so manche US-Serie auf der Liste.

Leider sind internationale Serien häufig nur in Form von Remakes im amerikanischen Fernsehen zu sehen, wie beispielsweise Homeland (89), das auf der israelischen Serie Hatufim basiert. Der ein oder andere Blick über den Tellerrand ab und zu könnte sicherlich nicht schaden.

Auch ansonsten weicht die Meinung der befragten Expertinnen und Experten an vielen Stellen von meiner eigenen ab. Von den Sendungen, die in den Top 10 gelandet sind, gehört keine einzige zu meinen persönlichen Favoriten. Von denen finden sich ohnehin nur wenige, aber immerhin doch die ein oder andere auf der Liste wieder. Dazu gehören Orange Is the New Black (37), Buffy the Vampire Slayer (38) und Battlestar Galactica (45). Ziemlich erstaunt war ich, dass es die Golden Girls nur auf Platz 98 geschafft haben. Die Sitcom aus den 1980er Jahren um die Mitbewohnerinnen Dorothy, Rose, Blanche und Dorothys Mutter Sophia war ihrer Zeit so sehr voraus, dass einige der Themen, die adressiert wurden, noch heute aktuell sind. Unter anderem setzte die Serie gleich mehrfach ein deutliches Zeichen für die Akzeptanz von Homosexualität und gegen Vorurteile und Diskriminierung.

Aber immerhin ist Golden Girls überhaupt auf der Liste, während einige aus meiner Sicht ebenfalls sehr großartige Serien leider nicht dabei sind. Neben den oben schon erwähnten internationalen Produktionen Borgen und Berlin Berlin vermisse ich auch einige US- bzw. englischsprachige Serien, wie beispielsweise Cagney & Lacey, die allein deshalb bahnbrechend war, weil in ihr als einer der ersten Serien Frauen im Berufsleben im Mittelpunkt standen, noch dazu in der Männerdomäne Polizei. Außerdem hätte ich gern The Good Wife und Call the Midwife auf der Liste gesehen.

Auch wenn es im Ergebnis also nicht wirklich die 100 großartigsten Fernsehsendungen aller Zeiten sind, kann es für Serienfans dennoch unterhaltsam sein, sich durch die Liste zu scrollen: Die Rolling Stone-Redaktion hat sich nämlich die Mühe gemacht, zu jeder Sendung nicht nur einen kurzen Text zu schreiben, sondern auch einen passenden YouTube-Clip herauszusuchen.

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Ich habe diese Woche bei Rosalie & Co. gleich zwei neue Beiträge veröffentlicht:

Frauenliebende Frauen bei den Emmys 2016: Und Hollywood bewegt sich doch
Frauen, die Frauen lieben, sei es als Figur oder im realen Leben – bei den Emmys 2016 waren lesbische, bisexuelle, queere Frauen und Frauenfiguren bemerkenswert präsent.

Abschied von „AfterEllen“: Das Ende einer Ära
Was das Aus des Onlineportals „AfterEllen“ für die lesbische Community, aber auch für mich selbst als Leserin und als Bloggerin bedeutet.